Die Isle of Man befindet sich in der irischen See, etwa gleich weit entfernt von England, Schottland und Irland. Die Insel ist etwa 48 km lang, 16 km breit und hat eine Fläche von 572 km². Das Landesinnere besteht aus einem Bergmassiv mit dem 621 m hohen Snaefell. Entlang der Küste erstreckt sich eine felsige Klippenlandschaft. Die Isle of Man ist seit dem Mesolithikum (Mittelsteinzeit ab 9600 v. Chr.) bewohnt und wurde im 5. Jhdt. n. Chr. die Heimat vieler irischer Missionare. Ab dem 9. Jhdt. wurde sie von norwegischen Wikingern überfallen und nach und nach besiedelt. Die frühesten nordischen Höfe waren kleine befestigte Anlagen, was darauf hinweist, dass die Insel auch zu Beginn des 10. Jhdt. noch lange kein sicherer Ort war. Es herrschte 100 Jahre lang ein mehr oder weniger gesetzloser Zustand, da sie ohne Schutz mächtiger Jarls oder regionaler Kriegsherren war. Erst Mitte des 10. Jhdt. wurden die Wikingerhäuser größer und ein Zeugnis von Sicherheit und Wohlstand auf der Insel. Die Isle of Man wurde Ausgangspunkt zahlreicher Angriffe auf Städte wie Chester und Wirral (heute Liverpool). Die Insel blieb bis 1266 in norwegischem Besitz, als man den letzten unabhängigen König von Man dazu zwang, die Oberherrschaft der schottischen Krone zu akzeptieren.

Das Vermächtnis der Wikinger ist noch heute auf der Isle of Man sichtbar. Sie blieb halbautonom und wurde vom Tynwald (altnordisches Wort für Parlament) regiert.